Pressespiegel

Lesen Sie Auszüge aus Rezensionen zum 1. Chorkonzert der Spielzeit 2011/2012:
"Vollendeter Schwanengesang
(...) Beim ersten Chorwerk des Abends
erlebten die Zuhörer in der sehr gut besetzten Friedenskirche – neben den Streichern – den inzwischen nur noch gut 50 Sängerinnen und Sänger zählenden 'Niederrheinischen Konzertchor'' in ausgezeichneter stimmlicher Verfassung – und das bei einer anspruchsvollen Komposition unserer Tage, dem 1996 entstandenen 'Dona nobis pacem' ('Gib uns Frieden') des lettischen Tonsetzers Peteris Vasks.
Große Spannungsbögen
Die überwiegend statischen Klangflächen mit wenigen Höhepunkten, die dieses Opus auszeichnen, verleihen der flehendlichen Bitte um Frieden zwar großen Nachdruck, erfordern aber von den Interpreten die Fähigkeit zu großen Spannungsbögen. Der Konzertchor, getragen vom punktgenauen Dirigat seiner Leiterin, wurde den Anforderungen in hohem Maße gerecht. Nach einer überlagen, der Stimmung nicht eben zuträglichen Pause fanden sich – neben den schon Erwähnten – die Bläser der Sinfoniker und vier Solisten zum Hauptwerk des Abends, Joseph Haydns letzter vollendeter Komposition, der Harmoniemesse B-Dur (Hob.: XXII:14), zusammen. Die Eigenheiten dieses Schwanengesangs – vertrackte Rhythmen, Dissonanzen oder komplizierte chromatische Wendungen – forderten alle Mitwirkenden heraus, zumal die Chordirektorin teils äußerst straffe Tempi anschlug.
Der Chor überzeugte mit Klangintensität, klarer Diktion und dynamischer Bandbreite, wenn auch die Herren manchmal etwas des Guten zuviel taten
und damit die Homogenität störten (Quoniam). Das Orchester, allen voran die facettenreichen Bläser, sekundierte vorbildlich. Anja Maria Kaftan (Sopran), Lilia Tripodi (Mezzosopran), Wolfgang Klose (Tenor) und Andrew Nolen (Bass) waren die handverlesenen Solisten mit untadeligen einzelleistungen. Darüber hinaus bildeten sie ein sorgsam abgestimmtes Quartett. Ausdauernder Beifall dankte allen Mitwirkenden."
Heide Oehmen in RP Krefeld, 03.11.11
"Die Noten fließen aus Freude über Gott
Haydns 'Harmoniemesse' löst beim Publikum Begesiterung aus. (...)
Am Ende schweben die Stimmen und verhallen ganz langsam
Ein deutlicher Kontrast folgte mit dem ersten Auftritt des Konzertchors. Denn die Komposition 'Dona nobis pacem' (Gib uns Frieden) des 1946 geborenen Letten Peteris Vasks greift alte Kirchenmusik auf. Die instrumentale Einleitung erinnert kurz an Mahlers "Adagietto", doch dann setzt der Chor mit einem beschwörenden Gesang ein.
Die Stimmen klingen sehr weich, harte Konsonanten sind kaum zu hören. Der Gesang erlebt eine dramatische Steigerung und endet im schönen Verhallen und Schweben-Lassen der Stimmen.
Joseph Haydns Missa B-Dur, auch als 'Harmoniemesse' bekannt, zieht ganz andere Register. Die Heiterkeit gewinnt die Oberhand, wie es Haydn schon zu Lebzeiten vorgeworfen wurde.(...)
Chordirektorin Benyumova setzt Hadyns Philosophie perfekt um
(...) Sie entlockt dem Chor zahlreiche fröhliche Jubelgesänge mit ebenso viel Freude um. Die Sänger, Instrumentalisten und Solisten – Anja Maria Kaftan (Sopran), Lilia Tripodi (Mezzosopran), Wolfgang Klose (Tenor) und Andrew Nolen (Bass)– lassen ihre Stimmen zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen, das dem populären Namen der Haydn-Messe alle ehre macht. Das Publikum in der bestens besuchten Friedenskirche dankte mit einem langen Applaus."
Gabriele M. Knoll in WZ Krefeld, 03.11.11
"Ein nahezu perfekter Hörgenuss
(...) Lange ist es her, dass ein Chorkonzert so sehr überzeugen konnte wie das erste der neuen Konzertsaison in der evangelischen Hauptkirche am Rheydter Markt – sowohl was die stimmige Programmauswahl angeht, als auch in der Ausführung.
Hatte Chordirektorim Maria Benyumova bei ihrem Einstand im vergangenen Jahr mit Mozarts großer c-moll-Messe bereits auf sich aufmerksam machen können, so zeigten sich jetzt ohrenfällig die Früchte Ihrer konsequenten, wenn auch von einigen Chorsängern als äußerst anstrengend empfundenen Arbeit. Der Niederrheinische Konzertchor, auf rund 55 Sänger dezimiert, zeigte prachtvolle Klangentfaltung bei plastischer Diktion und die Fähigkeit, auch in den unteren Stärkegraden spannungsvoll zu agieren. Dass die Männerstimmen, da zahlenmäßig unterrepräsentiert, an schwierigen Stelen aus dem ansonsten homogenen Gesamteindruck ausbrachen, ist der erhöhten Anspannung geschuldet und sicherlich abzustellen.
Mit einigen etwas ruhigeren Tempi wäre der Hörgenuss völlig ungetrübt gewesen
Benyumova hatte anspruchsvolle Werke für ihren Chor ausgesucht: Vom lettischen Komponisten Peteris Vasks gab es das 'Dona nobis pacem' ('Gib uns Frieden') und von Joseph Haydn die letzte seiner großen späten Messen, die Missa B-Dur Hob.: XXII:14, 'Harmoniemesse' genannt. (...)
Der Niederrheinische Konzertchor erwies sich jedoch als kompetenter und immer selbstsicherer werdender Sachwalter. (...) Anja Kaftans leuchtendem höhensicheren Sopran, dem gut geführten, warm timbrierten Mezzo von Lilia Tripodi, Wolfgang Kloses tenoralem Schmelz und Anrew Nolens ausgeglichenem, fundierten Bass waren die Solopartien anvertraut. Im 'Agnus Dei' brillierte das Qaurtett in vorbildlicher stimmlicher Eintracht.
Ein großes Lob gebührt auch den Niederrheinischen Sinfonikern (...) mit farbigem Gesamtklang und erlesenen Einzelleistungen (...). Maria Benyumova hielt mit aufmunternder, übersichtlicher Zeichnegebung alle Fäden zuverlässig in der Hand."
Heide Oehmen in RP Mönchengladbach, 04.11.11
"Ein Hörgenuss besonderer Güte und Stimmgewalt
(...) Für betörende, magische Momente sorgte der Niederrheinische Konzertchor unter der Leitung von Chordirektorin Maria Benyumova vor allem mit der Interpretation von Vasks 'Dona nobis pacem'.
Eindrucksvoll entfaltete die 55-köpfige Gesangsgemeinschaft über eine Viertestunde lang einen meditativen Wohlklang, der in seiner Intensität wachrüttelte und gemäß der kompositorischen Vorgabe 'der Seele Nahrung gab' – eine echte musikalische Entdeckung. (...)
Fröhlichkeit und innige Freude durchströmte nach der Pause Joseph Haydns 'Harminiemesse', die der Konzertchor mit kraftvollen Klangfarben bereicherte. Die Sänger vor dem Altar meisterten ihre Einsätze im Credo bravourös und verkraftetem im wie im Raucsh vorbeiziehenden Benedictus mühelos einen gewaltigen Rhythmuswechsel.
Kaum war der letzte Satz (...) verklungen, brandete minutenlang Applaus auf. Zu Recht, denn den bestens aufgelegten Akteuren gelang unter dem temperamentvollen Dirigat von Maria Benyumova ein Hörgenuss und musikalisches Glaubensbekenntnis der besonderen Güte.
"
jek in WZ Krefeld, 04.11.11
Auszüge aus den Kritiken zum 2. Chorkonzert der Spielzeit 2010/2011:
"Niederrheinischer Konzertchor meistert Mozart mit Bravour
Ein besonderes Lob gilt nach dem 2. Städtischen Chorkonzert in der gut gefüllten Friedenskirche dem 'Niederrheinischen Konzertchor', der gemeinsam mit dem 'Kammerchor Oberpleis' (Einstudierung: Pavel Brochin) und einigen Mitgliedern des Theater-Extrachores – alle bestens integriert – die außerordentlichen Schwierigkeiten der Missa in c-moll KV 427 von Wolfgang Amadeus Mozart in beachtlicher Güte meisterte.
Es war schon interessant zu erleben, was die intensive und konsequente Vorarbeit der neuen Chordirektorin Maria Benyumova bewirkt hat. Strahlkräftig, intonationssicher, immer homogen und in den polyphonen Teilen gut durchhörbar, waren die Vokalisten achtbare Sachwalter einer – gemessen an Mozarts sonstigem sakralen Schaffen (vom Requiem einmal abgesehen) – außergewöhnlichen Messkomposition. Selbst die kräfteraubenden fugen bestanden dieChoristen ohne Qualitätsverlust.
Benyumpva zeigte sich bestens vorbereitet, hatte auch das in allen Instrumentengruppen wohlklingend und flexibel mitgehende Orchester fest im Griff. Ihr forderndes und forsches Dirigat führte allerdings dazu, dass nur wenig Piano und selten einmal Beseeltes und Verinnerlichtes zu vernehmen war.
Imaginärer Höllenschlund
Anja Maria Kaftan, der die mörderische Partie des 1. Soprans anvertraut war, konnte mit Farbenreichtum, Höhenverliebtheit und ruhiger Stummführung restlos überzeugen. Ihr 'Et incarnatus' wurde zum fast atemlos erlebten Höhepunkt. Debra Hays (2. Sopran) war in ihren Soli und im Duett ihrer Kollegin eine ebenbürtige Partnerin. Markus Heinrich (Tenor ) und Hayk Dèninyan (Bass) komplettierten das Quartett im 'Benedictus'. (...)
Großer Beifall honorierte ein bezüglich der Programmgestaltung neuartiges und in der Umsetzung bemerkenswertes Chorkonzert.
"
Heide Oehmen in RP Krefeld, 17.02.11
Online-Kritik der Westdeutschen Zeitung Mönchengladbach vom 17.02.2011
"Gefeierter Großchor
Mit begeistertem Applaus belohnten die Zuhörer in der gut besuchten evangelischen Hauptkirche am Rheydter Markt die ausgezeichneten orchestralen Leistungen der Niederrheinischen Sinfoniker im 2. städtischen Chorkonzert. (...)
(...) Mozarts unvollendete Messe, deren kontrapunktische Strenge, gepaart mit zeitweiligen harmonischen Reibungen, so gar nichts von der gewohnten 'Mozärtlichkeit' hat, war von Maria Benyumova in nur elf Wochen erarbeitet worden. Den 'Niederrheinischen Konzertchor', den 'Kammerchor Oberpleis' (Einstudierung: Pavel Brochni) und einige Mitglieder des Theater-Extrachores hatte die neue Chordirektorin der Bühnen zu einem imponierenden Vokalensemble zusammengeschweißt, das wie auch alle anderen Mitwirkenden zum Schluss enthusiastisch gefeiert wurde.
Mit bewundernswertem einsatz, mit durchsichtigkeit, Klangpracht und sauberer Intonation wusste der von Benyumova stramm und sicher geleitete Chor zu gefallen – das Orchester stand ihm in nichts nach. (...)"
Heide Oehmen in RP Krefeld, 18.02.11
Auszüge aus den Rezensionen zum 1. Chorkonzert der Spielzeit 2010/2011:
"Verdi-Requiem mit glanzvollem Chor
Für Generalmusikdirektor (GMD) Graham Jackson war dieses epochale Werk Neuland: Bisher hatte er die "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi noch nicht dirigiert. Doch davon war beim ersten Chorkonzert dieser Saison im sehr gut besuchten Seidenweberhaus nichts zu bemerken. Der GMD hatte sich mit gewohnter Intensität, aber auch mit gebotener Demut der großartigen Totenmesse genähert, deren liturgische Texte neben den Schrecken der ewigen Höllenqualen auch tröstlichen Aspekten breiten Raum geben.
Große Überraschung: der Chor
Jackson verpflichtete mit teils beschwörenden Gesten die bestens präparierten Niederrheinschen Sinfoniker (sehr rund und klangschön die Streicher!) immer wieder zu Ausdrucksintensität und imponierender dynamischer Bandbreite unter besonderer Beachtung der unteren Stärkegrade. (... ) Die größte Überraschung war der vielbeschäftigte Chor – gebildet aus dem Niederrheinischen Konzertchor und dem Opernchor des Theaters Krefeld-Mönchengladbach. Dass Laien (Einstudierung: David Cavelius) und Profis (Chordirektorin Maria Benyumova) zu derart homogener Einheit verschmelzen, ist bemerkenswert. Abgesehen von ein paar allzu martialischen Bass-Einstiegen beim "Dies irae" war die Vokalleistung in Präsenz, Intonation und Diktion ohne Tadel.
(...) Dara Hobbs überstrahlte mit faszinierender Leuchtkraft nicht nur ihre Solokollegen, sondern vom kaum noch wahrnehmbaren Pianissimo bis zu höchsten Stärkegraden ohne Mühe auch den über 90-stimmigen Chor. Eine Glanzleistung. (...) Insgesamt ein denkwürdiger und begeistert gefeierter Verdi-Abend."
Heide Oehmen in RP Krefeld, 29.11.10
"Mit Dramatik und Würde
Mit Giuseppe Verdis gewaltigen Requiem leisten zwei vereinigte Chöre, die Niederrheinischen Sinfoniker und vier Soliten eine gelungene Gemeinschaftsarbeit. (...)
Imaginärer Höllenschlund
Bewundernswert der Anfang: Jackson ließ sich von seinem Konzept, die erstenChorsequenzen gleichsam geflüstert vortragen zu lassen, in dreifachem Pianossimo von Streichern gestützt, nicht abbringen. Das schaffte die Grundlage für allseitig tiefe Konzentration – bei den Mitwirkenden ebenso wie beim Auditorium, das die Halle bis auf die vordere Empre füllte. Wer die kraftvolleren Klangmöglichkeiten des Apparats schätzte, musste gar nicht lange warten: Die chromatischen Abfahrten des Chores in einen imaginären Höllenschlund entfachten in der Vision des Jüngsten Tages (Dies Irae) heiße Glut. Und alles wie aus einem Guss. (...)
Was Chöre und Orchester in der Breite, das leisteten en détail die vier Solisten. die famose Sopranistin Dara Hobbs fand im Schlussstück "Libera me" zu ihren stärksten Momenten mit großer Ausdrucksvielfalt. (...) Eine Entdeckung ist die neu engagierte Mezzosopranistin Eva Maria Günschmann, die im Duett mit Hobbs zu ebenbürtiger Klangschönheit fand. (...) Fazit: Fast alles stimmte.
Dirk Richerdt in RP Mönchengladbach, 27.11.10
Auszug aus den Rezensionen zum Sommerkonzert "Zigeunerlieder" (2010):
„Glanzvolle Zigeunerlieder...
Der Niederrheinische Konzertchor gab sein erstes Konzert ohne die Sinfoniker. Die Sänger beeindruckten in der Friedenskirche vor allem mit großer Hingabe und stimmlicher Farbkraft.
(...) Das Konzert begann aber mit Variationen für Klavier zu vier Händen von Franz Schubert, zu dem David Cavelius gemeinsam mit Stefan Zilias am Flügel Platz nahm. Beide verbanden gekonnt Verträumtes und Energisches und erzielten dabei (...) nach und nach einen Grad der Harmonie und Intensität, der als excellent bezeichnet werden durfte.
Die dynamische Abstimmung war ein Genuss
Zur Klavierbegleitung von Zilias präsentierte Cavelius sodann erst die weiblichen Stimmendes Konzertchors mit Uta Christina Georg von den Vereinigten Städtischen Bühnen als Gastsolistin für den Alt-Part, dann die männlichen Chorstimmen mit Christian Aretz als Solo-Tenor, beide mit Liedern ebenfalls aus der Feder von Franz Schubert.
Der Damenchor betonte die hellen Farben, bildete so einen wunderschönen Gegensatz zur brillant geführten Solostimme von Georg, und auch die dynamischen Abstimmungen zwischen beiden war ein Genuss. Der Männerchor stand ebenfalls klanglich überzeugend im Raum, (...).
Ungetrübte Freude bereiteten Georg und Cavelius mit fünf Brahms-Liedern für Alt und Klavier Uta Christina Georg (...) glänzte mit ausgewogener dosierung von Volumen und Dynamik, Gefühligkeit und Temperament, und beide Künstler ernteten stürmischen Applaus.
Den verdienten sich Cavelius und der nun in seiner Gesamtheit auftretende Niederrheinische Konzertchor auch mit dem Zigeunerlieder-Zyklus.
(...) In Tempi, Rhythmen und Stimmungen variationsreich, zeigte der Chor, abgesehen von einigen Unreinheiten bei den Tenören, Präzision und Transparenz inklusive bemerkenswerter Textverständlichkeit.
Und er erfreute das Publikum mit seiner Hingabe und stimmlichen Farbkraft.
"
Mojo Mendiola in RP Krefeld, 06.07.10
Auszug aus den Rezensionen zum 2. Chorkonzert der Spielzeit 2009/2010:
„Selten aufgeführt
Händels 'Israel in Ägypten' ist anspruchsvoll – die Aufführung in der Friedenskirche glückte
Wohl in keinem der Oratorien Georg Friedrich Händels ist der Chor so sehr gefordert wie in 'Israe in Ägypten'. (...)David Cavelius, der das zweite Städtische Chorkonzert leitete, hatte – neben den von ihm einstudierte 'Niederrheinischen Konzertchor' – 35 Sängerinnen und Sänger des 'Kammerchores Oberpleis' (Einstudierung Pavel Brochin) um Mitwirkung gebeten.
So stand ihm ein Vokalistenpotential zur Verfügung, das den hohen Anforderungen von 22 teils achtstimmigen Chorsätzen – von kleinen Unstimmigkeiten abgesehen – homogen und klangintensiv gewachsen war. Auch im Piano(...) wußten die Choristen zu fesseln. (...)
Cavelius leitete mit guter Übersicht und immer nachvollziehbar. Dank der aufmerksam und mit edlem Klang (Holzbläser!) musizierenden 'Niederrheinischen Sinfoniker' und des zuverlässigen Andreas Cavelius an der Chororgel konnte sich der Dirigent vornehmlich dem komplizierten Vokalpart widmen. die kurzfristig eingesprungene Susanne Seefing gefiel mit blühendem, koloraturensicheren Sopran und machte ihre Arie 'Da ließest du den Wind blasen' zu einem der Höhepunkte des Abends. (...)
Die Zuhörer in der recht gut besuchten Friedenskirche dankten mit ausdauerndem Applaus."
Heide Oehmen in RP Krefeld, 29.03.10
Auszüge aus Kritiken über das Neujahrskonzert 2010:
„Mit der Neunten ins Jahr 2010
(...) Neben den groß besetzten Sinfonikern waren vier Solisten und eine imposante Chorgemeinschaft – gebildet aus dem Niederrheinischen Konzertchor (Einstudierung: David Cavelius) und dem Opernchor (Einstudierung: Heinz Claus) – auf dem Podium versammelt. Generalmusikdirektor (GMD) Graham Jackson – wiederum wie er es liebt, auswendig dirigierend –
geland mit lockerer, sehr genauer Zeichengebung und dank der ausgezeichneten Disposition seiner hoch motivierten Musiker eine spannungsgeladene Deutung der ersten drei rein instrumentalen Sätze.
(...) Den infernalischen Auftakt zum letzten Satz meisterten alle Bläser Achtung gebietend. Kontrabässe und Celli, gefolgt von den hohen Streichern, leiteten das 'Freudenthema' ein, bis dann der homogene und strahlkräftige Chor mit Schillers 'Ode an die Freude' die Brüderlichkeit aller Menschen beschwor – seinerzeit ein Ausdruck der Hoffnungen, die man auf die Französische Revolution gesetzt hatte. Vier solisten stimmten in den Jubel ein – Dara Hobbs, Sopran; Satik Tumyan, Alt; Heiko Börner, Tenor und Hayk Dèinyan, Bass. Ein etwas ruhigeres Tempo hätte die Solopassagen vorteilhafter erscheinen lassen – einzig die Sopranistin konnte mit funkelnden Spitzentönen und berückender Ausdrucksintensität ohne Abstriche überzeugen. Am Schluss der eindrucksvollen Wiedergabe dieses sigulären Werkes gab es Ovationen für Solisten, Chor und Orchester – und nicht zuletzt für den souverän agierenden Graham Jackson.“
Heide Oehmen in RP Krefeld, 04.01.10
„Mein universelles Gefühl der Freude
(...) Generalmusikdirektor Graham Jackson hat Beethovens 9. Sinfonie auf das Programm gesetzt und allen damit eine große Freude gemacht, der sowohl die Instrumentalisten, der Chor und Extrachor als auch die vier Gesangssolisten füllten den anspruchsvollen Inhalt mit ihrem ganzen Können und sorgten für einen Neujahrsabend, wie man ihn sich nicht besser hätte vorstellen können.
(...), dass sich jenes weltberühmte Motiv des Finalsatzes 'Freude schöner Götterfunken' aus der Tiefe der Celli und Kontrabässe entwickelt. Womit deutlich wird, dass Freude als erdumspannendes, menschenverbindendes Gefühl aus der Tiefe kommt. Dass Freude sich mit Angst auseinander gesetzt haben muss, wie sie im ersten Satz thematisiert wird. (...)
Schön wird es, wenn die Solisten
(Dara Hobbs Sopran, Satik Tumyan Alt, Heiko Börner Tenor und Hayk Dèinyan Bariton) die einzelnen Strophen von Schilers Ode an die Freude vortragen. Doch die Kraft, die aus diesem Gefühl entstehen kann, reißt einen erst dann so richtig mit, wenn die Melodie aus den vielen Stimmen des Chores kommt. Daraus erwächst dann die Gewissheit, dass man der Angst machtvoll entgegentreten kann, und man fühlt sich gewappnet für die Aufgaben der Zukunft, (...)“
Susanne Böhlig in WZ Mönchengladbach, 04.01.10
Quellen: Rheinische Post Krefeld/Mönchengladbach, Westdeutsche Zeitung Krefeld/Mönchengladbach
Fotos: ©Thomas Lammertz (1), C. Kluth-Wallé (2)

